Wie ein QR-Code auf dem Krankenwagen Leben retten soll

4. Mai 2021Foto: Screenshot Youtube: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Sagen wir, wie es ist: Menschen, die bei Unfällen gaffen, sind keine Hilfe. Diejenigen, die stehen bleiben, um das Geschehen zu verfolgen und im schlimmsten Fall noch das Smartphone zücken, um zu filmen. Noch schlimmer wird es dann, wenn dadurch sogar der Weg für die Rettungswagen und -kräfte versperrt wird.
Die Agentur Scholz & Friends hat sich jetzt etwas überlegt, um in solchen Situationen einen sehr deutlichen Warnhinweis zu kommunizieren. In dem Pilotprojekt ist eine Art QR-Code auf die Fahrzeuge und Ausrüstung der Johanniter gedruckt. Hält man das Smartphone drauf, erscheint die Aussage „Stopp! Gaffen tötet!“ – im Kamapgnenvideo wird es nochmal ausführlicher erklärt.
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Dadurch soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass bei Unfällen eben jede Sekunde zählt und Personen, die filmen, im Zweifel wertvolle Sekunden rauben. Mittlerweile ist das sogar strafbar und es kann eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren verhängt werden.
Vorerst sollen acht Rettungswagen und ein Intensivtransportwagen bedruckt werden. Dann wird sich zeigen, wie effektiv diese Aktion ist und inwiefern sie Gaffer:innen tatsächlich vom Fotografieren und Filmen abhält.

Author: James Fond