Vegetarische Alternative: Köstliche Renditechancen auf Pflanzenbasis

Die Covid-19-Pandemie hat das Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Ernährung, Gesundheit, Lebensmittelsicherheit und Nachhaltigkeit geschärft – und zu einer steigenden Nachfrage nach pflanzlichen Fleischersatzprodukten geführt. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen, denn: Zum einen kommen vegetarische Wurst, Burger und Schnitzel geschmacklich dem Original immer näher, zum anderen achten immer mehr Menschen auf eine bewusste, ethische und ressourcenschonende Ernährung.Ein hoher Fleischkonsum schadet langfristig der Umwelt. Pflanzliche Alternative können hier Abhilfe schaffen: Ein vegetarischer Burger hat beispielsweise einen bis zu 90 Prozent geringeren CO2-Fußabdruck als sein tierisches Pendant. Zudem verbraucht er in der Produktion 87 Prozent weniger Wasser und benötigt 96 Prozent weniger Land.Experten schätzen, dass der Markt für Fleischersatzprodukte in den kommenden Jahren auf die Größe einer Top-50-Volkswirtschaft mit einem Bruttoinlandsprodukt von rund 290 Milliarden US-Dollar anwachsen wird – und die Lebensmittelbranche ist grundsätzlich relativ unempfindlich gegenüber Konjunkturschwankungen und Rezessionen. Aus dem steigenden Marktanteil alternativer Proteinquellen können sich interessante Anlagechancen ergeben.Anlagechancen entlang der WertschöpfungsketteGegenwärtig konzentriert sich der Großteil der Investitionen auf die Marktführer innerhalb der Brache für pflanzlichen Fleischersatz. Daneben dürften von dem Wachstum des Segments zwei Arten von Unternehmen profitieren:Unternehmen, die spezielle technologische Herausforderungen lösen, beispielsweise bei der Geschmacksverbesserung. Diese könnten für spezielle Schritte in der Wertschöpfungskette eine wichtige Rolle spielen.Unternehmen, die Plattformen im industriellen Maßstab für kapitalintensive Technologien wie die Extrusion, also das Verfahren zur Erzeugung der faserigen Textur in Fleischalternativen, aufbauen.Insgesamt haben pflanzliche Lebensmittel und alternative Proteine das Potenzial, künftig immer mehr Kapital anzuziehen und höhere Bewertungen zu erzielen. Viele etablierte Fleischproduzenten definieren sich bereits als „Protein-Unternehmen“, die Alternativen zu ihren eigentlichen Kernprodukten herstellen und vermarkten. Das macht angesichts des höheren Preises Sinn. Sie könnten von dem Trend zu fleischloser Ernährung ebenfalls profitieren wie Start-ups und Zulieferer entlang der Wertschöpfungskette – und mit ihnen ihre Investoren.Wichtige Informationen:Alle hier geäußerten Ansichten sind die des Autors zum Zeitpunkt der Veröffentlichung, basieren auf den verfügbaren Informationen und können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Die einzelnen Portfoliomanagementteams können unterschiedliche Ansichten vertreten und für verschiedene Kunden unterschiedliche Anlageentscheidungen treffen. Der Wert von Anlagen und ihrer Erträge kann sowohl steigen als auch fallen und Anleger erhalten ihr Kapital möglicherweise nicht vollständig zurück.

Author: James Fond