Unterschätztes Risiko: Warum Berufsunfähigkeit jeden treffen kann

Beim Stichwort Berufsunfähigkeit denken viele Büroangestellte zuerst an Berufe mit hoher körperlicher Arbeitsbelastung, nicht aber an den eingenen Job. So lebten zwar Dachdecker gefährlich, Buchhaltern könne hingegen wenig passieren.Dass dieses Denkmuster weit verbreitet ist, bestätigt eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von Cosmos Direkt, dem Direktversicherer der Generali in Deutschland. Teilgenommen haben rund 1.500 18- bis 50-Jährige in Deutschland.Mehrheit sieht sich als ungefährdet an66 Prozent derjenigen, die ihr Risiko für eine Berufsunfähigkeit als (sehr) gering einschätzen, begründen dies mit einem körperlich nicht anstrengenden Job. Dabei droht auch bei Berufen mit weniger physischer Anstrengung die Gefahr, berufsunfähig zu werden.

Statistisch gesehen trifft dies laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft jeden Vierten im Laufe seines Arbeitslebens. Das gilt unabhängig von der beruflichen Belastung. Dennoch halten sich 72 Prozent der Menschen in Deutschland nicht für besonders gefährdet.Daten: Deutsche Aktuarvereinigng e.V. Grafik: GDVZusätzlich zum Beruflichen spielen auch private Gründe bei der eigenen Risikoeinschätzung eine Rolle. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent), die für sich ein (sehr) geringes Risiko einer Berufsunfähigkeit sehen, stufen ihr Risiko geringer ein, weil sie keine risikoreichen Hobbys haben.
Auch die Ernährung und Lebensweise sind von Bedeutung: Jeweils 49 Prozent geben an, dass sie ausgeglichen sind und gut mit psychischen Belastungen umgehen können. Zudem schätzen sie ihr Risiko (sehr) gering ein, weil sie sich gesund ernähren, nicht rauchen und wenig Alkohol konsumieren. Andere hingegen begründen ihre niedrige Risikoeinschätzung für eine Berufsunfähigkeit mit ausreichender Bewegung (44 Prozent).Jüngere vertrauen auf gute GesundheitRund ein Drittel der Umfrageteilnehmer verlässt sich auf sein junges Alter und gute Gesundheit. Vor allem die Umfrageteilnehmer zwischen 18 und 24 Jahren vermuten daher, dass sie von einer Berufsunfähigkeit nur wenig gefährdet sind.

Author: James Fond