Umfrage in der Immobilien-Branche: Büromieten sinken wohl weiter

Wohnungen werden weiter teurer, Büros nicht. Das erwarten 493 Immobilienexperten, die an der bundesweiten Frühjahrsumfrage von Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE) teilgenommen haben. Die Antworten daraus verdichtet der Immobiliendienstleister zu sogenannten Preiserwartungsindizes, die zwischen minus 200 und 200 Punkten liegen können. Sie zeigen, womit die Befragten für die einzelnen Immobiliensegmente rechnen.Konkret erwarten über 80 Prozent von ihnen in den kommenden zwölf Monaten steigende oder sogar stark steigende Preise für Wohnimmobilien, und zwar für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser. In beiden Fällen liegen die Werte auf dem höchsten Stand seit Frühling 2019. Nur knapp ein Prozent erwartet sinkende Preise, im Herbst galt das noch für ein Zehntel der Befragten.Tabelle vergrößernBei den Wohnungsmieten macht sich ebenfalls Optimismus breit. Der Index klettert von minus 5,0 Punkten im Frühjahr 2020 über 19,0 Punkte im Herbst 2020 auf nun fast 50,0 Punkte. 54 Prozent der Befragten erwarten steigende, 41 Prozent stabile Mieten. Von sinkenden oder stark sinkenden Mieten gehen nur noch 5 Prozent der Befragten aus.

Im Gegenzug werden die Mieten für Büros wohl sinken, meint eine Mehrheit der Experten. Der Index für Büroflächen ist zwar leicht höher als noch vor einem halben Jahr. Mit minus 47,1 Punkten liegt er aber weiter weit unter null. Ende 2019, also vor Corona, lag er noch bei plus 31,6 Punkten.
Gleiches gilt für die Kaufpreise von Büro- und Geschäftshäusern. Der entsprechende Index verbleibt mit minus 23,0 Punkten unter null. Jedoch erwarten nur noch 37 statt 48 Prozent im Herbst, dass die Preise weiter sinken oder sogar stark sinken. Außerdem – und das war im Herbst 2020 noch nicht so – gehen inzwischen 17 Prozent bereits wieder von steigenden Preisen aus.

Author: James Fond