Nachhaltigkeitsagenda: Verbraucher verlangen relativ wenig von der Finanzbranche

Henning Lindhoff (Redakteur) // 21.05.2021

Am liebsten hätten Bundesbürger saubere Energie- und Reise-Unternehmen. Weniger interessiert sind sie hingegen an einer nachhaltigen Finanzbranche. In einer Umfrage sammelte Instinctif Partners aufschlussreiche Zahlen.

Die deutschen Verbraucher unterscheiden sehr wohl zwischen Branchen, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Wie eine Umfrage von Instinctif Partners unter 2.021 Bundesbürgern ab 16 Jahren zeigt, ist es 77 Prozent von ihnen wichtig, ziemlich wichtig oder sehr wichtig, dass Energie-Unternehmen einer Nachhaltigkeitsagenda folgen. 67 Prozent verlangen das auch von Immobilienunternehmen.
Deutlich niedriger liegen die Erwartungen mit 55 beziehungsweise 52 Prozent bei Banken und Versicherungen. Dies sei laut Instinctif Partners vor allem deshalb interessant, da die EU hier in Form der „Green Deals“ eine starke Stellschraube vermutet. 
Studienergebnis: In Sachen Nachhaltigkeit unterscheiden die Verbraucher zwischen einzelnen BranchenEs sei nur eine Frage der Zeit, bis der Nachhaltigkeitsanspruch der Anleger wieder steige, meint Carsten Böhme, Managing Partner bei Instinctif Partners, zum Zahlenwerk mit Blick auf die Fondsindustrie. „Und dann gewinnen die Gesellschaften, die sich nicht auf ihren Lorbeeren ausgeruht haben.“
>> Seinen Gastbeitrag zum Thema Nachhaltigkeit in der Investment-Branche finden Sie hier.

Author: James Fond