Nach Sektoren betrachtet: Wer von steigender Inflation profitiert

Nicht jedes Unternehmen profitiert davon, wenn allgemein mit Inflation gerechnet wird. Zu diesem Fazit gelangt Fondsmanager Sven Lehmann. Ausgangspunkt der jüngsten Analyse des Anlageprofis von HQ Trust war die folgende Idee: Wenn Marktteilnehmer mit steigender Inflation rechnen, sollte das eigentlich ein gutes Zeichen sein. Immerhin spiegele das die Annahme, dass sich die Wirtschaft erhole. Die Aussicht auf höhere Preise sollte eigentlich steigende Einnahmen der Unternehmen nach sich ziehen.Das trifft allerdings nicht auf alle Unternehmen zu, fand Lehmann jetzt heraus. Vielmehr hänge es stark vom Wirtschafszweig ab, ob ein Unternehmen in Erwartung steigender Inflation auch einen guten Schnitt mache.Lehmann besah sich dafür, wie sich die 24 Sektorindizes des Index-Anbieters MSCI bei steigenden beziehungsweise fallenden Inflationsprognosen in der Vergangenheit entwickelten. Als Messgröße für die Inflationserwartung zog der Anlageprofi die sogenannte Break-even-Inflationsrate heran. Um diese zu ermitteln, werden die Renditen normaler Anleihen mit inflationsindexierten Anleihen gleicher Laufzeit und gleicher Bonität verglichen. Die Differenz verrät die Inflation, die Marktteilnehmer in den kommenden zehn Jahren durchschnittlich erwarten.

Als Zeitraum zog Lehmann die Jahre 2002 bis 2021 heran.Zyklische Sektoren entwickelten sich bei steigenden Inflationserwartungen besser, die defensiven Sektoren eher in Phasen fallender Erwartungen
* Investiert in den ACWI, wenn der aktuelle Werte der Breakeven-Inflation über der 50-Tagelinie ist (steigend). ** Investiert inden ACWI, wenn der aktuelle Werte der Breakeven-Inflation unter der 50-Tagelinie ist (fallend). Quellen: Bloomberg, Refinitiv, HQ Trust

Author: James Fond