Hausratversicherung: Warum Einbrecher immer öfter abblitzen

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zählt bereits seit sechs Jahren kontinuierlich sinkene Einbruchzahlen. Im vergangenen Corona-Jahr 2020 hat sich dieser erfreuliche Trend noch einmal verstärkt fortgesetzt.Das liege „vor allem daran, dass die Menschen wegen der Corona-Pandemie viel Zeit zu Hause verbracht haben. Einbrechern fehlte somit oft die Gelegenheit für ihre Tat“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.Mit den sinkenden Einbruchzahlen hat sich auch die Schadenhöhe für die Hausratversicherer um 70 Millionen Euro auf 230 Millionen Euro verringert. Der Schadendurchschnitt ist um 300 Euro beziehungsweise 9,8 Prozent auf 2.750 Euro gesunken.

Diebe unverrichteter Dinge scheitern lassen„Wir sehen aber seit Jahren, dass viele Haus- und Wohnungsbesitzer in bessere Sicherheitstechnik investieren. Das zahlt sich aus“, so Asmussen weiter. Eingebrochen wird meist über leicht erreichbare Fenster und Wohnungs- oder Fenstertüren.Einfache Fenster und Türen lassen sich in wenigen Sekunden aufhebeln. Sie seien daher besondere Schwachstellen am Haus und müsse deshalb besonders gesichert werden. Das lohne sich: Nahezu jeder zweite Einbruch scheitert, weil die Täter nicht schnell genug ins Haus kommen.
Einbruchhemmende Fenster und Türen werden in Deutschland bei Neubauten allerdings nicht standardmäßig eingebaut, da dies bislang nicht vorgeschrieben ist. Entsprechende Mindestanforderungenen könnten der Einbruchschutz laut Asmussen also wirksam erhöhen.

Author: James Fond