Haus, Kabel, Geldanlage: Das sind Aktie, Rohstoff und Fonds des Monats April 2021

Aktie des Monats: Deutsche Wohnen Den Begriff Durchbruch gibt es nicht nur im Wohnungsbau, er trifft zuweilen auch auf Aktien zu. Einen solchen Durchbruch legte im April die Aktie des Dax-Mitglieds Deutsche Wohnen hin. Auslöser ist das Bundesverfassungsgericht, das den 2020 in Berlin in Kraft getretenen Mietendeckel per Urteilsspruch wieder abgenommen hat. Vermieter bekommen damit wieder Spielraum für die Preise ihrer Wohnungen. Was für die Mieter nicht gerade erfreulich sein mag, ist gerade für Unternehmen wie die Deutsche Wohnen ein Segen. 73 Prozent ihrer 158.300 Wohn- und Gewerbeeinheiten…Bitte registrieren Sie sich oder loggen Sie sich ein, um diesen Artikel lesen zu können.Dieser Artikel richtet sich ausschließlich an professionelle Investoren. Bitte melden Sie sich daher einmal kurz an und machen einige berufliche Angaben. Geht ganz schnell und ist selbstverständlich kostenlos.Jetzt registrierenAktie des Monats: Deutsche WohnenDen Begriff Durchbruch gibt es nicht nur im Wohnungsbau, er trifft zuweilen auch auf Aktien zu. Einen solchen Durchbruch legte im April die Aktie des Dax-Mitglieds Deutsche Wohnen hin. Auslöser ist das Bundesverfassungsgericht, das den 2020 in Berlin in Kraft getretenen Mietendeckel per Urteilsspruch wieder abgenommen hat. Vermieter bekommen damit wieder Spielraum für die Preise ihrer Wohnungen. Was für die Mieter nicht gerade erfreulich sein mag, ist gerade für Unternehmen wie die Deutsche Wohnen ein Segen. 73 Prozent ihrer 158.300 Wohn- und Gewerbeeinheiten liegen nun mal in Berlin.So ist es kein Wunder, dass die Mieteinnahmen 2020 im Vergleich zum Vorjahr fast unverändert bei rund 838 Millionen Euro blieben, während Verwaltungskosten um 4,4 Prozent stiegen. Das Ergebnis nach Steuern pro Aktie legte um ein Prozent zu. Somit lag auch auf dem Aktienkurs ein Deckel.Doch jetzt wird neu gerechnet. Allein durch das Deckel-Urteil dürfte der innere Wert je Aktie im Vergleich zu Ende 2020 um mindestens 7 Prozent steigen, rechnen Analysten vor, bis Ende 2021 sogar um 11 Prozent. Das wären dann 58,61 Euro im Vergleich zu einem Aktienkurs von 45,26 Euro (Stand 26. April 2021). Es ist also noch einiges drin.

Rohstoff des Monats: KupferElektriker müssen jetzt ganz stark sein: Kupfer, der Rohstoff Nummer 1 für Kabel und Kontakte, läuft in einem heftigen Aufwärtstrend. Das liegt einerseits daran, dass die weltweite Wirtschaft nach der Corona-Krise wieder Fahrt aufnimmt, was Nachfrage und damit Preise bei Rohstoffen allgemein steigen lässt.Andererseits wirkt ein Sondereffekt direkt auf Kupfer, nämlich die Energie- und Verkehrswende. Das erklärt auch, warum der Preis 2020 nicht ganz so stark einbrach wie der von Rohstoffen allgemein und sich schnell erholte. Die Energiewende blieb aktuell, während ölfreudige Flüge, Schiffstransporte und Kreuzfahrten erst einmal vom Tisch waren.
>>> Hier geht es zu einer Übersicht über alle Rohstofffonds (außer Edelmetalle) und alle Aktienfonds Industriemetalle in unserer Fonds-DatenbankEin dezentrales Stromnetz mit Windrädern, Solarpanelen und Wasserstoffspeichern verlangt Unmengen an Kupfer. Ebenso wie die vielen elektrischen Autos, die in ein paar Jahren die Straßen befahren sollen. So ein Akku-betriebenes Vehikel benötigt fast dreimal so viel Kupfer wie ein Verbrenner, melden Fachleute. Hinzu kommen die Kabel, die die Elektro-Tankstellen ans Netz anschließen sollen. Laut einer Bloomberg-Analyse soll deshalb der Kupferbedarf bis 2030 um 5 Prozent steigen. Pro Jahr.Fonds des Monats: JPM US ValueSelten zeigt ein Diagramm so deutlich, wie der Value-Ansatz mit Aktien wieder zum Leben erwacht. Jahrelang hielten sich Zu- und Abflüsse beim JP Morgan US Value (ISIN: LU0210536511) ungefähr die Waage. Doch dieses Jahr ist das anders. Nach den zwei schon guten Monaten Januar und Februar folgte der März mit sehr beachtlichen 733 Millionen Euro. Jetzt ist der 20 Jahre alte Fonds fast 3,8 Milliarden Euro groß.Das verantwortliche Dreiergespann aus Clare Hart, Andrew Brandon und David Silberman sucht einzeln und direkt nach dem Bottom-up-Ansatz nach US-Aktien, die es fundamental für unterbewertet hält. Am Ende misst das Analysehaus Morningstar für das Portfolio ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18,3 und ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 2,3. Zum Vergleich: Der Aktienindex S&P 500 ist mit Werten von 42,6 und 4,6 in dieser Hinsicht ungleich teurer. Die Morningstar-Analysten mögen den Ansatz und bewerten ihn mit der Note Bronze.

Author: James Fond