Grüne Anleihen: Diesen Vorteil haben Anleger mit den Wertpapieren

Das Interesse an ESG-Anlagen (Umwelt, Soziales, Governance) wächst seit Jahren rasant: Immer mehr Anleger wollen ESG-Risiken reduzieren und mit ihren Beteiligungen einen positiven Beitrag leisten. Der Trend zu mehr Nachhaltigkeit hat auch die Rentenmärkte erreicht: Anleihefonds mit verschiedenen ESG-Labels sind bei Anlegern beliebt. Weiterhin fehlt es jedoch an einer einheitlichen Definition von ESG-Anleihen. Zu der Kategorie gehören unter anderem Social Bonds, deren Erlöse zur Finanzierung oder Refinanzierung von Projekten mit eindeutigem sozialem Nutzen verwendet werden, sowie Anleihen mit Nachhaltigkeitsschwerpunkt,…Bitte registrieren Sie sich oder loggen Sie sich ein, um diesen Artikel lesen zu können.Dieser Artikel richtet sich ausschließlich an professionelle Investoren. Bitte melden Sie sich daher einmal kurz an und machen einige berufliche Angaben. Geht ganz schnell und ist selbstverständlich kostenlos.Jetzt registrierenDas Interesse an ESG-Anlagen (Umwelt, Soziales, Governance) wächst seit Jahren rasant: Immer mehr Anleger wollen ESG-Risiken reduzieren und mit ihren Beteiligungen einen positiven Beitrag leisten. Der Trend zu mehr Nachhaltigkeit hat auch die Rentenmärkte erreicht: Anleihefonds mit verschiedenen ESG-Labels sind bei Anlegern beliebt. Weiterhin fehlt es jedoch an einer einheitlichen Definition von ESG-Anleihen. Zu der Kategorie gehören unter anderem Social Bonds, deren Erlöse zur Finanzierung oder Refinanzierung von Projekten mit eindeutigem sozialem Nutzen verwendet werden, sowie Anleihen mit Nachhaltigkeitsschwerpunkt, deren finanzielle oder strukturelle Merkmale an vorab definierte Nachhaltigkeits- oder ESG-Ziele geknüpft sind, und Green Bonds, die Projekte mit klarem ökologischem Nutzen finanzieren.Vielfach können Anleger allerdings nur schwer überprüfen, ob die Emittenten ihr Nachhaltigkeitsversprechen überhaupt einhalten. Insbesondere das schnell wachsende Universum grüner Anleihen hat bei einigen Anlegern Diskussionen ausgelöst und für Verwirrung gesorgt. Insgesamt stehen derzeit global 880 Milliarden Euro an grünen Anleihen aus und das Angebot an Green Bonds wächst weiterhin schnell: Bis Mitte April wurde im laufenden Jahr global ein Volumen von 130 Milliarden Euro und damit 2,5-mal so viel wie im Vorjahreszeitraum begeben.

Zu den Emittenten von Green Bonds gehören zunehmend auch Regierungen: Im Jahr 2020 haben sich die Staats- und Regierungschefs der EU auf ein Wiederaufbauprogramm in Form von Zuschüssen und Krediten in Höhe von 750 Milliarden Euro zur Bewältigung der Pandemie geeinigt – finanziert unter anderem durch Green Bonds. Das britische Debt Management Office setzt zur Bekämpfung der Folgen von Covid-19 ebenfalls auf grüne Anleihen und will noch in diesem Jahr zwei Green Gilts (grüne Staatsanleihen des Vereinigten Königreichs) herausgeben.Auch immer mehr Unternehmen sind im Marktsegment aktiv und nutzen die meist niedrigeren Finanzierungskosten grüner Anleihen. Gleichzeitig können sie so ihr Nachhaltigkeitsprofil stärken und von der wachsenden Nachfrage nach Green Bonds profitieren.
Das zeigt beispielhaft der 2014 von Bloomberg Barclays und MSCI aufgelegte Bloomberg Barclays MSCI Global Green Bond Index, der das Green-Bond-Universum abbildet: Ursprünglich beschränkte sich die Benchmark auf nur eine Handvoll Entwicklungsbanken und supranationaler Organisationen. Heute sind dagegen zahlreiche Unternehmen im Index enthalten; die Marktkapitalisierung der Indexkomponenten ist von 15 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014 auf rund 600 Milliarden Dollar gestiegen.Grafik 1: Entwicklung des Bloomberg Barclays MSCI Global Green Bond IndexQuelle: Bloomberg Barclays; Stand: 31. Dezember 2020

Author: James Fond