Fonds-Perle: Wie ein Fondsmanager steigende Metallpreise nutzen will

Es begann mit den Griechen. Rund 600 Jahre vor Christus haben sie die ersten Münzen aus Silber geprägt. Da diese Silbermünzen erstmalig einheitlich in Wert, Reinheit und Gewicht waren, machten sie als Zahlungsmittel Karriere. Der Silberwert lag bis ins 20. Jahrhundert sogar zeitweise über dem Goldwert. Auch in der Corona-Pandemie setzten Anleger auf das Edelmetall: Im Krisenjahr 2020 stieg der Silberpreis um 35 Prozent.Eine gute Nachricht für Armin Sabeur: „Silber war im Jahr 2020 einer der wesentlichen Performance-Treiber des Optinova Metals and Materials“, berichtet der Fondsmanager. Die maximale Quote von 6 Prozent für Silber-Investments hat er nach eigenen Angaben über weite Strecken voll ausgeschöpft. Ähnliches gilt für den Goldanteil des Portfolios, der mit einer Gewichtung von bis zu 15 Prozent und einer Wertsteigerung von 15 Prozent 2020 ebenfalls zu den Rendite-Bringern des Fonds gehörte.Der Optinova Metals and Materials soll Investments in Edel- und Industriemetalle mit unterbewerteten Minen-Aktien kombinieren. Zusätzlich kauft Sabeur auch Aktien von Firmen, die Rohstoffe verarbeiten. „Wir können also auch mal ein papierverarbeitendes Unternehmen aus Südostasien allokieren, wenn die Rahmen-Parameter stimmen“, erklärt er. Lediglich die Nahrungsmittel- und die Ölindustrie bleiben außen vor. Grundsätzlich investiert der Optinova Metals and Materials bis zu 46 Prozent seiner Anlagemittel in börsengehandelte Rohstoff-Wertpapiere (Exchange Traded Commodities, ETC). „Wir wählen ETCs aus, die möglichst physisch hinterlegt sind“, sagt Sabeur. Dies gelte insbesondere für die Edelmetall-ETCs. Außerdem achte er auf die internen Kosten und die Handelbarkeit, um die Gesamtkosten-Quote zu reduzieren.

Auf der Aktienseite erstellt das Analysten-Team mit Hilfe der Value-Kriterien Dividendenrendite, Kurs-Gewinn-, Kurs-Cashflow- und Kurs-Umsatz-Verhältnis über verschiedene Zeiträume hinweg ein Ranking. Dabei kommen nur Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 100 Millionen US-Dollar und einer Eigenkapitalquote von 30 Prozent, die darüber hinaus eine Dividende ausschütten, in Betracht. Die 40 bestplatzierten Aktien landen im Fondsportfolio. Gewichtet werden sie dann nach Momentum-Kriterien. Zusätzlich investiert Sabeur bis zu 6 Prozent des Fondsvolumens in Goldminen-ETFs. Daraus ergibt sich eine Aktienquote von 27 Prozent bis maximal 54 Prozent.Im vergangenen Jahr legte der Fonds um 9,5 Prozent zu, bei einer Volatilität von 14,0 Prozent (Vergleichsgruppe: 20,9 Prozent).

Author: James Fond