Der Praxisfall: Wie Großeltern Geld auf die Enkel übertragen können

Der FallHerbert und Annelies Walther (Name geändert) sind Großeltern und vermögend. Nun möchten die beiden für ihr minderjähriges Enkelkind Geld anlegen, dabei aber – solange sie leben – noch den Daumen drauf behalten. Darüber hinaus wollen sie, dass die Anlage verfügbar, flexibel und transparent bleibt. Die generellen Familienverhältnisse sind intakt.Illustrationen: Freepik/www.flaticon.com, Freepik

Der VorschlagBei solchen Wünschen ist es wichtig, einerseits ein passendes Anlage-Portfolio zu erstellen und andererseits den geeigneten Produktrahmen zu finden. Das Portfolio erarbeiten wir in drei Schritten: Als erstes ermitteln wir jeweils getrennt, wie viel Risiko die Großeltern vertragen können. Später finden wir die Risikotragfähigkeit des Enkelkindes heraus und erstellen die finale Portfoliostruktur.
Als zweites stellen wir ein kosteneffizientes, breit diversifiziertes Portfolio zusammen, wobei wir die Aktienquote entsprechend der ermittelten Risikotragfähigkeit festlegen. In diesem Fall sind – auch wegen der voraussichtlich langen Laufzeit – 60 Prozent angemessen. Als drittes vereinbaren wir, das Portfolio zu rebalancieren, sobald einzelne Bestandteile um mehr als 10 Prozentpunkte von der Soll-Quote abweichen.

Author: James Fond