BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein: „Gegen die hohen Kosten hilft nur ein Provisionsdeckel“

Wie wir bereits im März berichtet haben, will die Bundesregierung den sogenannten Höchstrechnungszins bei Lebensversicherungen weiter senken. Ab Januar 2022 sollen nur noch Neuverträge auf den Markt gebracht werden dürfen, die eine jährliche Verzinsung von höchstens 0,25 Prozent über die gesamte Laufzeit vorsehen (siehe Grafik unten).Doch diese Senkung wirke sich auch auf schon bestehende Rentenversicherungsverträge aus, bei denen die Auszahlung noch nicht begonnen hat, warnt Axel Kleinlein: „Die Konsequenzen der neuen Regelung sind fatal. Sie bedeuten niedrigere Renten, höhere Provisionen und höhere Kosten“, kritisiert der BdV-Vorstandssprecher.Auch Riester, Rürup und bAV betroffenBei vielen Versicherungsverträgen für Riester-, Rürup- und Betriebsrenten würden die zukünftigen Renten auf Grundlage des neuen Rechnungszinses festgelegt. „Wir rechnen mit Rentenkürzungen im zweistelligen Prozentbereich“, so Kleinlein. Nur eine längst überfällige Aufhebung des Verrentungszwangs und ein Provisionsdeckel könnten das abwenden. 

Author: James Fond