„Abschaffung durch die Hintertür“: PKV-Verband verreißt Versicherungs-Konzept der Grünen

Eigentlich würden die Grünen, genauso wie die SPD und die Linken, das derzeitige duale System von gesetzlicher und privater Krankenversicherung (GKV und PKV) langfristig durch eine Bürgerversicherung ersetzen. Doch nun hat die Bundestagsfraktion der Grünen ein Positionspapier mit ihrem Reformvorhaben vorgestellt, bei dem die PKV in etwas abgewandelter Form erhalten bliebe. Der PKV-Verband sieht darin jedoch eine PKV-Abschaffung durch die Hintertür, die obendrein mit erheblichen Kosten für die Versicherten verbunden wäre.PKV-Kunden müssten doppelt zahlenDas Bürgerversicherungsszenario der Grünen sieht vor, dass Privatversicherte wie GKV-Versicherte einkommensabhängige Beiträge in den Gesundheitsfonds einzahlen. Aus diesem würden sie wie im GKV-System eine durchschnittliche Pauschale ausgezahlt bekommen und könnten sich dann für eine Kasse oder ein PKV-Unternehmen entscheiden.Mehrkosten von bis zu 100 ProzentFür einen PKV-Versicherten mit Einkommen ab der Beitragsbemessungsgrenze (2021: 4.837,50 Euro) würden die Zahlungen in den Gesundheitsfonds zu einer Mehrbelastung von etwa 100 Prozent führen, rechnet der Verband vor. Ein Durchschnittsverdiener (Jahreseinkommen 2021: 41.541 Euro) müsste immer noch über 50 Prozent draufzahlen.

Author: James Fond